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Umgang mit unsicheren Hunden

Heute fand die erste Trainingseinheit des "Angst, Furcht und Unsicherheit" Blockkurs statt und daran teilgenommen haben unter anderem auch eine Mitarbeiterin und Stammgassigeherin des Tierheim Oelzschau mit der Hündin Toffee. Wie haben besprochen, was unsicheren Hunden wirklich hilft, wie man mit ihnen umgehen sollte und was es bedeutet, der "sichere Hafen" zu sein und dem Hund einen Platz zuzuweisen. Gerade diese Hunde profitieren davon, wenn sie wissen, wo ihr Platz ist, um sie so vor dem Stress zu bewahren, Entscheidungen treffen zu müssen. Einen Menschen zu haben, der einen Plan hat und der die Grenzen des Hundes sowohl ihm als auch der Umwelt kommuniziert.

 

Wenn ich einem Hund einen festen Platz an meiner Seite zuweise, muss ich auch bereit sein, diesen Platz zu halten und gegebenenfalls zu "verteidigen". Das bedeutet, dass ich meinen Hund vor Hunden schützen muss, wenn er mit diesen überfordert ist, dass ich Menschen Grenzen setzen muss, wenn er nicht angefasst werden will, denn sonst wird es unfair. Andersherum aber darf ich auch nicht nur meiner Umwelt die Grenzen setzen, sondern muss sie auch meinem Hund erklären, damit dieser nicht irgendwann eine Grenze überschreitet, die man ihm aber nie klar gesetzt hat.

 

Leinenführung lernt also immer der Mensch und nicht der Hund und somit stellt diese eine Basisarbeit mit unsicheren Hunden dar. Außerdem müssen unsichere Hunde lernen, selbstsicherer zu werden, brauchen Erfolgserlebnisse, die sie sich selbst geschaffen haben, Vertrauen zu ihrem Mensch, Körperbeherrschung als Türöffner zu mehr Selbst-Bewusstsein und sollten lernen, neue Situationen optimistischer anzugehen. Deswegen gab es zum Schluss noch ein paar Geräte- und Koordinationsübungen.