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Warum Leinenführung viel mehr ist als schönes Laufen an der Leine


Gestern hatten wir einen langen Tag mit dem Hundebegegnungskurs und der ersten Einheit vom LeinenFÜHRUNG Blockkurs. Passend dazu mein heutiger Post, denn immer wieder kommt die Frage: Warum an der Leinenführung arbeiten, wenn man Probleme in der Hundebegegnung hat?

 

Ich kann nicht von meinem Hund erwarten, dass er sich in großen Konflikten wie einer Hundebegegnung, an mir orientiert, wenn er es sonst auch nicht tut und ich es sonst auch nicht verlange. Geschweige denn habe ich dann das Recht und sowieso nicht den Zugang zum Hund, das Pöbeln zu untersagen. Wenn mein Hund derjenige ist, der ständig Entscheidungen an der Leine trifft (wir gehen von A nach B, wir bleiben stehen, ich wechsle die Seite, ...), ist es vollkommen natürlich, dass er dann auch entscheiden wird, was (aus seiner Sicht) mit dem entgegenkommenden Hund geschehen soll. Man versetzt seinen Hund durch diese unbewusste Regellosigkeit oft in eine Zuständigkeit, welche den wenigsten Hunden gewachsen sind und verursachen dadurch einen enormen Stress bei unserem Hund. Die meisten Hunde, die an der Leine pöbeln, sind ohne Leine absolut verträglich. Schon allein das zeigt, dass der Leinenführung (nicht einem konditionierten "Fuß"-Signal!) viel mehr Bedeutung beigemessen werden sollte, denn der andere Hund an sich, scheint nicht "wirklich" das Problem zu sein.

 

Nimmt man den Hund dann aus der Zuständigkeit raus, gibt eine Struktur vor und vermittelt dadurch die notwendige Sicherheit und Stabilität, nehmen viele Hunde das dankbar an und können endlich ein entspanntes und stressarmes Leben führen. Und das sollte unsere Aufgabe als verantwortliche Hundehalter sein.